Die Kollerhütte

Seit der Gründung der Ortstelle Schwanberg im Jahr 1966 konnten sich die Bergretter in zahlreichen Kursen fundiertes Wissen aneignen und in den zunehmenden Einsätzen unter Beweis stellen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die gesamte Koralpe. Immer öfter wurden auch technische Hilfsmittel benötigt, um Wanderern in Not zu helfen. Um Einsätze zu koordinieren, technisches Gerät zu lagern und schnell helfen zu können, machten sich die Bergretter auf die Suche nach einem eigenen Stützpunkt.

Der Bergrettungsmann Roman Stroisnik war im Besitz der alten ungenützten „Kollerhütte“, die im Brendlwald der Liechtenstein-Forstdirektion in der Nähe des Oberlaufes der Weißen Sulm stand. Diese Blockhütte überließ er freundlicherweise der Bergrettung Schwanberg. Der Jägerwirt, Erich Pichler, stellte dazu ein geeignetes Grundstück zur Verfügung. Nach sorgfältiger Abtragung unter der Leitung des damaligen Ortstellenleiters, Dr. Alfred Rucker wurde die Hütte zu ihrem neuen Standort transportiert und dort in ursprünglicher Form von den Bergrettungsleuten und mit Unterstützung durch einheimische Bauern und Unternehmern wiederaufgebaut.  Voller Stolz konnten die Mitglieder der Bergrettung Schwanberg ihren neuen Stützpunkt am 9. September 1984 feierlich einweihen und beziehen. Die Betreuung der Hütte übernahm Herr Roman Stroisnik.

In den folgenden Jahren bewährte sich die Hütte als Ausgangspunkt für Übungen, zur Zusammenkunft und als Stützpunkt für Einsätze. Nach der feierlichen Einweihung der Hütte blieb man der Tradition treu: Seit 1985 wird jährlich Anfang September eine Bergemesse vor der Kollerhütte gefeiert. Im Gedenken an die im Oktober 1987 am Großglockner tödlich verunglückten Kameraden, Ortstellenleiter Dr. Alfred Rucker und Funkwart Werner Klemen wurde bei der Kollerhütte ein Gedenkkreuz aufgebaut, das am 30. Juli 1988 gesegnet wurde. Seitdem wird die traditionelle Bergmesse vor diesem Kreuz abgehalten.

 

 

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