Österreich setzt neue Maßstäbe bei der Suche nach vermissten Personen im freien Gelände

 

Die Suche nach vermissten Personen gestaltet sich umso schwieriger, je weitläufiger und unzugänglicher das Gelände ist. Künftig werden zur Suche von Vermissten deshalb neu entwickelte RECCO Helikopter-Detektoren eingesetzt. Diese sollen den Rettern ermöglichen, Personen rascher und effizienter aufzuspüren.  Mit dieser Methode setzt die Bergrettung Österreich in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und die schwedische Firma RECCO neue Maßstäbe bei Sucheinsätzen. Weltweit ist Österreich als erstes Land flächendeckend mit den Detektoren ausgestattet.

Kürzlich wurden vierzehn steirische Bergretter – einer davon ist unser Ortsstellenleiter Karl Fauland - am Flughafen Graz zu RECCO Helikopter Detector Guides ausgebildet.

 

Die Detektoren reagieren auf RECCO-Reflektoren, die etwa in Rucksäcken und Outdoor-Jacken eingearbeitet sind. Die Bergrettung empfiehlt, bei Outdoor-Aktivitäten im Winter und besonders auch im Sommer darauf zu achten, dass Ausrüstungsgegenstände und Bekleidung mit RECCO-Reflektoren ausgestattet sind. Die Reflektor-Streifen kann man auch selber nachrüsten.

Eingesetzt werden die Detektoren bei Suchflügen der Flugpolizei. Das Suchgerät wird mittels Tau am Helikopter befestigt. Der Helikopter ist neben dem Pilot mit einem Flight Operator der Polizei und mit einem RECCO Helikopter Detector Guide des Österreichischen Bergrettungsdienstes besetzt An vier Stützpunkten der Flugpolizei, nämlich in Graz, Linz, Hohenems und Innsbruck, stehen bundesweit ab sofort Detektoren bereit, die bei zukünftigen Sucheinsätzen wertvolle Dienste leisten werden.

Fotos: Bergrettungsdienst Land Steiermark; Bergrettungs-Ortsstelle Schwanberg